Selbstausbau – Das Fahrzeug

1. Welcher Hersteller?
Mercedes? Ford? Fiat? Opel? MAN ? VW? ….

Spoiler: Probiert sie aus! Meldet euch bei einem Händler und fahrt sie Probe. Im Zusammenspiel von Preis, Nutzwert, Eignung und Fahrkomfort kann nur der persönliche Eindruck den Ausschlag geben!
Alle haben ihre Vor- und Nachteile!

Langlebigkeit

Unsere Erwartungshaltung an Langlebigkeit und viele Kilometer sehen wir eher in einem Mercedes Sprinter, einem MAN/VW oder Ford erfüllt. Beim Fiat (stellvertretend für die Modelle des Stellantis Konzerns) wissen wir nicht so recht …
Wenn der Camper 10 Jahre und mehr fahren muss ohne große Ausfälle zu zeigen, mehrere 100.000 Kilometer auf dem Tacho erhalten wird und dabei seine Verläßlichkeit beweisen soll: auch eine 50-Jahre Mobilitäts Garantie hilft uns nicht weiter, wenn wir in der Pampas mitten im Nirgendwo stecken bleiben.

Umbau tauglich

Der Mercedes Sprinter ist nicht der vorteilhafteste für einen Umbau. Er ist schmaler, verjüngt sich nach oben deutlich, hat eine kürzere Ladefläche und eine komplexe Verstrebung. In ihm eine grade Linie hin zu bekommen grenzt an Kunst. Ist Querschläfer Euer Konzept und bist du > 180 cm groß: der Fiat könnte Deine Wahl werden! Er ist im Vergleich zum Mercedes quadratisch, praktisch, gut!
Er hat eine niedrige Einstiegshöhe, daher eine gute Kopffreiheit. Allerdings von der Kabine zum Fahrerhaus eine Stufe; der Mercedes ist über die gesamte Bodenfläche ebenerdig. Im Vergleich zur Gesamtlänge, dem Radstand und der Länge der Kabine gewinnt der Fiat deutlich gegenüber dem Sprinter; der Fiat ist deutlich breiter als der Sprinter und behält die Breite bis fast unter das Dach.
Für ein Konzept städtetaugliches Alltagsauto mit allem drum und dran bei 5,40 m Gesamtlänge wäre der Fiat unsere Wahl.

Fahrkomfort

Der Sprinter hat einen hohen Einstieg, deutlich höher als der Ford bspw. Angenehm fahren lässt es sich in allen. Die Zeiten als ein Transporter noch LKW Feeling vermittelt hat sind vorbei. Moderne Fahrassistenz Systeme sind mittlerweile auch in den Transportern angekommen; auch wenn sie sich hier vorwiegend in der Aufpreisliste finden lassen …
Die Automatik im Mercedes Sprinter macht einen beeindruckenden Job, hier fanden wir die im VW Crafter etwas bemühter. Geräuschentwicklung und Fahrkomfort sind auf einem einigermaßen vergleichbaren Niveau; in allen ist die Langstrecke und die Kurzstrecke angenehm zu fahren. Bei der Geräuschentwicklung sind die Reifen und die Qualität des Möbelbaus hinter eher die maßgeblichen Komponenten.

2. Wie groß, wie lang, wie hoch ?

6 x 3,5 x 3 lautet die Formel: weniger als 6 m lang, unter 3,5 t zul. Gesamtgewicht, weniger als 3 m hoch: das ist ein guter Kompromiss.

6 m lang

Damit passt Ihr noch in der vorgesehenen Richtung auf die meisten Parkplätze, auf die Behindertenparkplätze – wenn sie der Norm entsprechen – sowieso.
Ab 6,40 m parkt Ihr beim Aldi in Portugal über mehrere Parkplätze. Beim Lidl in Kroatien ebenso. Katalanische Bergdörfer können herausfordernd werden; und Eurer fahrerisches Können hat immer das Heck im Sinn: das muss mit rum um darf nichts kaputt machen.
Längsbetten in 6 m unterzubringen verlangt einige Kompromisse im Innenausbau.
7 m als Querschläfer erlaubt große Dusche und Sitzgelegenheit; Workation kann auch bereits Abschied von 6 m bedeuten.

3,5 t Gesamtgewicht

Beim Führerschein ist aktuell schon die erste Hürde: wird es mehr verlangt es von vielen von Euch einen Besuch der Fahrschule incl. zu bestehende Fahrprüfung.
Fahrtbeschränkungen beginnen oft bei 3,5 t: führt euch das Navi durch ein Wohngebiet, kann es mittendrin den Rückweg bedeuten. Oder es muss ein LKW Navi her.
Maut oder LKW Gebühr? Der Unterschied liegt oft bei 3,5 t.
Fähren werden teurer.
Der Camper ist 6,40 m lang, hat einen Kassettenlift und den E-Rolli geladen? Es wird schwierig mit den 3,5 t.
Mit Rolli und / oder Scooter, einer Hebevorrichtung wird auch bereits die 3,5 t bei einem 6 m Camper in Sichtweite kommen. Wollt ihr autark sein und auf Landstrom verzichten; evtl. mit einem großen Wasservorrat auch mal eine Woche lang keinen Campingplatz sehen müssen: ihr werdet die 3,5t Marke reißen!

3 m hoch

Je niedriger, desto besser. Seid ihr zu zweit mit Fußgänger unterwegs, bedingt dessen Kopffreiheit die Mindestgröße des Campers. 3 m sind ein guter Kompromiss, um unter den meisten Balkonen, Brücken, Baumkronen, Leitungen usw. durch zu kommen.

Wenn Ihr einen Transporter fahrt, wird Eurer Auge ständig und immer ohne nachzulassen auf die Durchfahrtshöhe achten!
Zwanghaft erniedrigte Transporter sind klassische Anfängerfehler!

3. Gesamtgewicht < 3,5 t oder > 3,5 t

3,5 t zulässiges Gesamtgewicht

Beim Führerschein ist es aktuell schon die erste Hürde: wird es mehr verlangt es von vielen von Euch einen Besuch der Fahrschule incl. zu bestehende Fahrprüfung.
Fahrtbeschränkungen beginnen oft bei 3,5 t: führt euch das Navi durch ein Wohngebiet, kann es mittendrin den Rückweg bedeuten. Oder es muss ein LKW Navi her.
Maut oder LKW Gebühr? Der Unterschied liegt oft bei 3,5 t.
Fähren werden teurer.
Der Camper ist 6,40 m lang, hat einen Kassettenlift und den E-Rolli geladen? Es wird schwierig mit den 3,5 t.
Mit Rolli und / oder Scooter, einer Hebevorrichtung wird auch bereits die 3,5 t bei einem 6 m Camper in Sichtweite kommen. Wollt ihr autark sein und auf Landstrom verzichten; evtl. mit einem großen Wasservorrat auch mal eine Woche lang keinen Campingplatz sehen müssen: ihr werdet die 3,5t Marke reißen!

Achtung Österreich Durchquerer!

In Österreich sind 3,5 t nicht gleich 3,5 t.

Ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t galt in Österreich bisher die Pflicht zur LKW Maut; die PKW Vignette durfte also nur von Wohnmobilen bis zu einem Gesamtgewicht von 3,49 t verwendet werden.
Gemeint war bisher das Gewicht der Zulassung.
Neu ab diesem Jahr ist: Österreich redet jetzt von dem technisch maximalen Gesamtgewicht!
Wenn Euer Wohnmobil also z.B. bis 4,2 t zugelassen werden könnte, da es die technischen Voraussetzungen erfüllt, Ihr es aber aus bestimmten Gründen abgelastet und nur bis 3,5 t Gesamtgewicht zugelassen habt, gilt Eurer Wohnmobil als 4,2 Tonner.

Fahrt Ihr jetzt nach Österreich nur mit der Vignette, weil Ihr davon ausgeht Zulassung bis 3,5 t = Fahrzeuggewicht bis 3,5 t, werdet Ihr das österreichische Staatssäckel füllen.

Prüft in der Zulassung Teil II., dem KFZ Schein das Feld F.1: stehen dort die 3500; ist alles ok; steht dort mehr: kauft euch die Mautbox!

4. Neu oder Gebraucht?

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5. Leistung – darf es etwas mehr sein?


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