
Einer für alle, alle für einen!
Ausgrenzung ist das Gegenteil vom Camping Gedanken. Die viel beschworene Gemeinschaft auf dem Campingplatz hat bislang nicht dafür gesorgt die Teilhabe von Menschen mit reduzierter Mobilität zu realisieren! Ich will nicht behaupten das hier eine beabsichtigte Trennung besteht, es spiegelt aber die allgemeine gesellschaftliche und soziale Situation wieder das Barrierefreiheit nicht im Bewußtsein der Camper ist.
Hunde sind ein bekanntes Bild auf den Plätzen, Kinder auch, selbstverständlich. Rollifahrer fallen auf, spätestens dann wenn sie die Behinderten Waschräume einfordern.
Barrierefreies Campen wird für viele erst von Bedeutung, wenn sie durch Erkrankung oder Alter Barrieren aufgezeigt bekommen.
Dann wird es aber zu spät sein die Teilhabe einzuforden; angefangen von Umbau oder Neubeschaffung der rollenden Heimat über Planung und Vorbereitung bis hin zur Gestaltung des Urlaubs.
Es kann jeden treffen. Ob selbst oder ein Familienmitglied. Plötzlich ist nichts mehr wie es war.
Was schon im Alltag eine besondere Umstellung bedeutet zeigt sich in der Freizeit wesentlich schlimmer. Plötzlich geht nichts mehr! Behinderung ist die große Unbekannte die Euch erwartet, die Ihr zuvor nicht wahr genommen habt und die Euch mit einer Welt konfrontiert die Euch unbekannt ist.
Barrierefrei für alle!
Immer! Überall! Jederzeit!
Nennen wir den Elefanten im Raum beim Namen: Inklusion.
Die natürliche und selbstverständliche Beteiligung, Teilhabe und Integration in die Gemeinsamkeit von Menschen mit und ohne Behinderung ist Eigeninteresse aller. Ob Betroffen oder Nicht-Betroffen. Wenn Hersteller von Wohnmobilen und Wohnwagen, Betreiber von Stell- und Campingplätzen und alle anderen in der Freizeit- und Tourismusbranche Aktiven in uns nicht das Marktpotential oder die Zielgruppe sehen dann liegt es bei uns allen hier ein Verständniswechsel auszulösen.
Auf der CMT 2026 in Stuttgart war einer !!! der Angebote für barrierefreie Camper hatte! Es waren ausreichend Rollifahrer unterwegs. Eine Zeit lang dachte ich es sind mehr Rollifahrer anwesend als Hundebesitzer. Für Hunde ist übrigens gesorgt, da findet sich alles mehrfach!
Aus dem Henne und Ei Problem muss eine Seite ausbrechen: Wohnwagen und Wohnmobilhersteller zeigen keine Konzepte für barrierefreies Camping, Rollifahrer und anderweitig mobil Eingeschränkte kommen nicht auf die Campingmessen weil sie nichts ihren Bedürfnissen nach finden.
Alles was es braucht ist ein wenig Aufklärung und Unterstützung. Wohnmobile in dem Zustand zu belassen in dem sie ausgeliefert wurden ist auch bei Fußgängern aus dem Trend. Dem Fußgänger seine 10 kWh Batterieanlage oder dem Rollifahrer unterfahrbare Küche und Haltegriffe in der Dusche: das kriegen wir hin!
Auch Kassettenlift oder Hebebühne oder oder oder …
Meldet Euch wenn Ihr da Unterstützung braucht; egal ob als Rollifahrer für einen Eurer Behinderung gerechten Umbau oder als Füßgänger der Camping barrierearm anbieten will: wir schaffen das!


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